Der Baurückblick

Die Generalüberholung von Hochstrass war ein großes Vorhaben, an dem viele fleißige Hände mitgewirkt haben. Was sie geleistet haben, zeigt der Baurückblick von Oktober 2015 bis zum Umbaubeginn im Sommer 2014.

Oktober 2015

Die Herbstsonne wirft ein mildes Licht auf das praktisch vollbrachte Werk. Die Holz- und Teppichböden sind gelegt, die Türen verstehen sich schon blind mit den Schlüsselkarten, und vor dem Haus haben die Pflasterer kunstvoll ganze Arbeit geleistet. So wie die Gärtner, die vor dem Haus einen grünen Rasenteppich ausgerollt und noch alles ausgepflanzt haben, was der Herbst noch zugelassen hat. Die Gäste und der Winter dürfen kommen!

Refugium Hochstrass – Zimmer und Gang
Refugium Hochstrass – Hotelaußenanlage

September 2015

Zügig nimmt der neue Eingangsbereich mit Foyer und Rezeption vor dem ehemaligen Haupttor des Klosters Gestalt an. Noch wirkt die Konstruktion mit ihren zahlreichen Stahlträger recht wuchtig, doch bald schon kommt mit der Einrichtung Leichtigkeit ins Spiel. Im Tiefparterre nimmt indes der mächtige Tischherd aus der "K. u. K. privilegierten Öfen- und Maschinenfabrik Josef Viktorin aus Wien IV" mit seinen drei Backrohren und verschiedenen Kochstellen wieder seinen angestammten Platz ein – nach fachmännischer Generalüberholung schöner denn je.

August 2015

Kaum sind die Maler nach getaner Arbeit an der Fassade abgerückt, haben sich die Metall- und Glasbauer auf Hochstrass eingefunden, um den Zubau für das neue Entrée von Refugium Hochstrass zu montieren. Auch hangseitig hinter dem Haus wird geschraubt, und zwar am Wintergarten. So schön die Hochsommertage auch waren, ist es doch gut, dass die große Hitze Mitte August nachgelassen hat. Denn bei Temperaturen an der 40-Grad-Grenze (und fallweise darüber!) ist das Arbeiten schon sehr beschwerlich gewesen.

Refugium Hochstrass - Eingang

Juli 2015

Auf die Fertigstellung der Fassade haben wir uns schon lange gefreut. Und wir müssen sagen: Es fällt wirklich nicht schwer, sich an den im Wortsinn neuen Anblick ohne Gerüst und Bauschutzvorhänge zu gewöhnen. Hinter der frisch geweißten Fassade läuft der Zimmerausbau. Ein Ausbau, der mit dem Einbau der Bäder einhergeht. Wo sie noch vorhanden sind, verhelfen wir den alten, hölzernen Schiffböden in den Gästezimmern zu neuem Glanz bzw. legen dort moderne neue Holzböden, wo ohnehin nur Estrich, Fliesen oder Kunststoffboden waren.

Refugium Hochstrass - Fassade und Innenausbau

Juni 2015

Damit uns gemäß einer gängigen Redensart „bloß nicht langweilig“ wird, haben wir weitere Baustellen eröffnet: Die Alte Schmiede bekommt zuerst einen neuen Dachstuhl und dann eine frische Dacheindeckung. Der Schuppen nebenan erfährt durch die Zimmererleute ebenfalls eine Generalüberholung. Gestalt nimmt auch unser Biomasseheizkraftwerk an. Die Fundamente sind bereits betoniert, und die stattlichen Dimensionen des Gebäudes zeichnen sich schon deutlich ab.

Refugium Hochstrass - Alte Schmiede
Refugium Hochstrass - Alte Schmiede
Refugium Hochstrass - Biomasseheizwerk

Mai 2015

Der Mai hat zwar nicht alles neu gemacht, wie es in dem beliebten Frühlingslied heißt, aber vieles.
Im alten Speisesaal und in der Kapelle ist die Fußbodenheizung fertig verlegt worden und schon wieder den Blicken entzogen im Bodenaufbau verschwunden. Die Kapelle ist außerdem bereits ausgemalt. So wie auch in den Gängen, wo Elektriker und Installateure meter- oder gar kilometerweise Leitungen unter der Decke eingezogen und verlegt haben. In den Seminarräumen unter Dach lässt sich das Panorama bereits absturzsicher durch die großen Dachflächenfenster genießen, die inzwischen fachgerecht eingepasst worden sind.

Refugium Hochstass Baufortschritt Kapelle
Refugium Hochstass Baufortschritt Kabelverlegung
Refugium Hochstass Baufortschritt Dachfenster in den Seminarräumen

April 2015

Sind wir mittlerweile auch im Planlesen recht geübt, sorgt die gebaute Wirklichkeit doch immer wieder für Aha-Erlebnisse: So groß (wie die in der Bildmitte abgebildete Fundamentplatte) wird das Entrée ins Haupthaus also! Man beachte außerdem die fünf neckischen Schminkstreifen an der Fassade („Welchen Weißton sollen wir bloß für's Make-up wählen?“) plus die den alten Originalen getreu nachgebauten neuen Fenster. Und die Uhr, die dem Turm jetzt endgültig ein ausdrucksstarkes Gesicht gibt.

März 2015

Der Frühling zieht ins Land. Die Zimmerer kehren auf die Baustelle zurück und beginnen mit den Schalungsarbeiten auf der Hangseite des hunderte Quadratmeter großen Klosterdaches. Im Dachgeschoss sind bereits die Dimensionen und die Aufteilung der Seminarräume erkennbar.

Auch vis-à-vis auf dem Dach der Alten Käserei, die ab Herbst 2015 als neues Büro- und Verwaltungsgebäude dienen wird, haben die Zimmerer zu tun –  hier gilt es ebenfalls, ein Kaltdach für die Dachdecker und Spengler vorzubereiten. Auf dem Klosterdach werden bis Ende März die Dachgaupenfenster eingebaut; der umfassende Fenstertausch setzt sich im rechten Gebäudeflügel fort. Nochmals ist schweres Gerät gefragt: Am Standort der großen Scheune unweit des Klosters beginnt der Bau des neuen Heizhauses. Die Fertigstellung des Rohbaus ist schon für Ende April vorgesehen.

Februar 2015

Der milde Winter begünstigt die Bauarbeiten. Im linken Flügel des Hauses werden innerhalb weniger Tage alle Fenster getauscht. Die neuen Fenster mit zeitgemäßer Dämmung tragen das Ihre dazu bei, Energie auf Hochstrass künftig sparsamer und nachhaltiger zu nutzen. Im ehemaligen Rinderstall – dem künftigen Wirtschaftsgebäude – beginnen umfangreiche Abrissarbeiten. Gleichzeitig nehmen die Bauleute dort die Sanierung und Verstärkung der Böden für den späteren Betrieb mit Traktor in Angriff.

Jänner 2015

Im Tiefparterre werden sukzessive die Haustechnikräume fertiggestellt; ein großer Teil der Elektroinstallationen wird abgeschlossen. Das Trockenbauteam arbeitet sich beim Innenausbau immer höher unters Dach vor.

Dezember 2014

Die Bauarbeiten verlagern sich ins Hausinnere. Die hofseitige Dachhälfte ist neu verblecht und fertig gedeckt. Im Erdgeschoss und in den Obergeschossen bringen die Arbeiter durchgehend Estrich und damit ein solides Fundament für die Bodenaufbauten ein.

November 2014

Nach fertiggestelltem Dachaufbau wenden sich die Zimmerer der Instandsetzung des Daches auf der Hangseite zu, während die Dachdecker auf den Rinderstall übersiedeln und dort weiterarbeiten. Das Klosterdach ist nun dicht und winterfest; darunter laufen die Trockenbauarbeiten auf Hochtouren.

Oktober 2014

Mit dem Einbau der ersten Sanitäranlagen und Lüftungen nimmt die Haustechnik Gestalt an. Im Tiefgeschoss und entlang der Fundamente draußen sind umfangreiche Drainagearbeiten in Gang; die Fundamente bekommen eine Schaumdämmung. Für den Wintergarten betonieren die Bautechniker die Fundamentplatte. Mit frischem Lärchenholz verschalen die Zimmererleute die Turmfassade neu, und das Turmdach präsentiert sich so wie das gesamte hofseitige Dach frisch grün bzw. mit Zink verblecht.

September 2014

Auf der Hofseite schließen die Zimmerer den Neuaufbau des Daches ab. Zur Isolierung wird Zellulose in die Deckenflächen eingeblasen. Im Dachgeschoss starten die Trockenbauarbeiten. Parallel dazu legen die Elektriker Hand an die ersten Installationen.

August 2014

Nach der großen Flurbereinigung draußen machen Mensch und Maschine drinnen weiter. Im Kloster beginnen die Abbruch- und Erdarbeiten. So manche alte Zwischenwand weicht; im Erd- und im Tiefgeschoss heißt es graben, um die Böden neu aufzubauen und ordentlich isolieren zu können.

Juli 2014

Los gehts! Die ersten Bauleute treffen auf Hochstrass ein, um die Baustelle einzurichten. In einer Containerkonstruktion neben der Alten Käserei finden Projekt- und Bauleitungsbüro ihren Platz.

Bevor die Arbeiten im Kloster beginnen, heißt es Ballast abwerfen und rundum Platz schaffen. Wir trennen uns vor allem von den gestalterisch weniger gelungenen architektonischen Zeugen der jüngeren Vergangenheit von Hochstrass: der Tankstelle, der Mehrzweckhalle, dem Schweinestall sowie vom Stadl und dem Anbau am Rinderstall. Abgerissen werden auch der Stadl bei der Landwirtschaft, das Grundböckhaus sowie die nachträglich geschaffenen Anbauten ans Kloster.